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Lust und Unlust

Wie Beziehung, Bindungstyp und Partner für Lust, Unlust, Sex und Sexlosigkeit sorgen.

Heute spreche ich mit Julia Henchen von Lustfaktor über Lust und Unlust und ihr Buch „Kopf aus, Lust an“.

Liegt die Unlust an der Art, wie man die Beziehung führt? Was ist die häufigste Geschichte von Sex- und/oder Lustlosigkeit?

Was macht mein Bindungstyp mit Lust und Unlust im Verlauf der Beziehung? Und in wie weit macht meine Beziehungsform einen Teil des Problems aus?

Das und vieles mehr gibt es heute auf die Ohren!

Mehr zu Julia findest du unter:
www.lustfaktor.com

 

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In dieser Sex-Podcast Folge beschäftigen sich Jones und Julia Henchen mit den tief verwurzelten Glaubenssätzen über Sex und Sexualität, die das Handeln und Empfinden in der Partnerschaft prägen. Viele Menschen tragen den Glauben in sich, dass Penetrationssex die einzig wahre Form der Sexualität sei. Dies kann enormen Druck aufbauen und andere, möglicherweise genauso erfüllende Formen der intimen Begegnung abwerten. An diesem Punkt setzen Jones und Julia an und regen Paare dazu an, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Doch die bloße Auseinandersetzung mit Glaubenssätzen und der Wunsch nach Veränderung sind nur der Anfang einer Reise hin zu einem erfüllenderen Sexualleben. Offene Gespräche über Wünsche, Ängste und Bedürfnisse sind fundamentale Komponenten einer gesunden Sexualbeziehung. Paarberatung kann dabei unterstützen, diese Gespräche zu führen und Glaubenssätze zu hinterfragen. So entsteht ein sicherer Raum, in dem sich beide Partner frei äußern und gemeinsam Wege finden können, ihre Sexualität bereichernd zu gestalten. #sex-workshop

Die Herausforderung gesellschaftlicher Sexualnormen und ihre Auswirkungen

Sexualnormen verstehen

Unsere Gesellschaft hat oft genaue Vorstellungen davon, wie ein erfülltes Sexualleben auszusehen hat. Einflüsse aus Medien und Kultur zeichnen ein Bild von Sexualität, das von Leistungsdruck und hohen Erwartungen geprägt ist. Es entsteht der Eindruck, als wären Frequenz und Intensität des sexuellen Aktes die Messlatte für Zufriedenheit und Erfolg. Dieser Druck manifestiert sich in dem Glauben, Sex müsse immer aufregend und leidenschaftlich sein und „Blümchensex“ oder die Missionarsstellung reichten nicht aus, um als sexuell erfüllt zu gelten.

Solche Sexualnormen können zu Unsicherheit führen, insbesondere wenn Individuen unsicher sind, was sie persönlich im Bett bevorzugen. Es entsteht ein Konflikt zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Wünschen. Frauen beispielsweise können sich unter Druck gesetzt fühlen, ihren Partner zu befriedigen und dabei eigene Bedürfnisse zu vernachlässigen, was das Gefühl des Unbehagens verstärkt und zur Präferenz für weniger experimentelle Sexualpraktiken führt.

Lust und Unlust als Teil der Sexualität

Das Phänomen der Lustlosigkeit ist in der sexuellen Dynamik von Männern und Frauen gleichermaßen präsent. Oft wird angenommen, dass vor allem Frauen weniger Lust auf Sex haben, jedoch zeigt sich in der Praxis, dass auch Männer betroffen sind. Diese Gleichverteilung der Lustlosigkeit kann eine Erleichterung für Betroffene sein, die sich durch kulturelle Stereotype unter Druck gesetzt fühlen. Wird diesen Problemen mehr Aufmerksamkeit gewidmet, kann dies dazu führen, dass die „Dunkelziffer“ sichtbar wird und die Betroffenen erkennen, dass sie mit ihrem Empfinden nicht alleine sind.

Die Ursachen für Lustlosigkeit sind vielfältig und können von Beziehungsdynamiken bis hin zu persönlichen Befindlichkeiten reichen. Spezialisierte Experten und Berater, zu erkennen an professionellen Titeln und Projekten wie „Lustfaktor“ auf sozialen Medien oder der Schaffung von Online-Formaten, befassen sich mit diesen Aspekten in ihrer täglichen Arbeit und entwickeln Programme und Bücher, um Menschen zu unterstützen, ihr Sexualleben zu verbessern.

Wege zur Überwindung von Lustlosigkeit

Die Identifizierung von Lust- und Unlustempfinden in einer Beziehung ist der erste Schritt zur Überwindung. Experten wie sexualtherapeutisch tätige Coaches leisten wertvolle Arbeit, indem sie Betroffenen dabei helfen, über Sexualität offen zu sprechen und individuelle Vorlieben und Wünsche zu klären. Die Verbesserung der Kommunikation über sexuelle Bedürfnisse und Vorlieben spielt dabei eine Schlüsselrolle und kann dazu führen, dass verborgene Sehnsüchte zum Vorschein kommen und der Alltag nicht länger die Lust überschattet.

Workshops und Schulungen bieten praktische Anleitungen und unterstützen die Teilnehmer darin, ein sexuell selbstbestimmtes Leben zu führen. Ob es darum geht, die Themen Kommunikation, Bedürfnisse oder Grenzen zu ergründen oder tiefer in die Welt der Orgasmusfähigkeit und des Bodyworks einzutauchen – moderne Ansätze bieten Wege, um das sexuelle Wohlbefinden und die persönliche Entfaltung zu fördern. Solche Angebote werden zunehmend nachgefragt, was die hohe Relevanz dieses Themenbereichs in der Gesellschaft unterstreicht.

Durch gezielte Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und den gesellschaftlichen Normen eröffnen sich Wege, die eigene Lust zu entdecken und aus einer Frustrationsspirale auszubrechen. Die Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen, sei es in Workshops oder durch die Inanspruchnahme von Beratungsangeboten, zeigt, dass der erste Schritt häufig darin besteht, sich proaktiv für die eigene sexuelle Zufriedenheit einzusetzen.

Intimität und Beziehungsarbeit

Der Aspekt der Intimität ist in vielen Partnerschaften der Schlüssel zu einer funktionierenden Sexualität. Es geht nicht nur um Penetration oder Frequenz, sondern um das Gefühl von Nähe und Verbundenheit, das Paare gemeinsam entwickeln. In der Beratungspraxis zeigt sich, dass viele Paartypen unterschiedliche Bedürfnisse haben und daraus resultierend auch die Anforderungen an Sexualität und Intimität variieren.

Die Verbindung von Bindungstypen und Sexualität

Die Erkenntnis, dass individuelle Bindungstypen das Sexualleben beeinflussen können, eröffnet neue Perspektiven. Ängstliche Bindungstypen suchen möglicherweise in der Sexualität die Bestätigung der Beziehung und nutzen sie als Mittel zum Bindungs- und Sicherheitsgewinn. Bei vermeidend gebundenen Personen hingegen kann es herausfordernd sein, Nähe und damit verbundene Sexualität zuzulassen.

Die Auswirkung von Glaubenssätzen auf die Sexualität

Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen über Sex und Sexualität, die das Handeln und Empfinden in der Partnerschaft prägen. Der Glaube, zum Beispiel, dass allein Penetrationssex gleichbedeutend mit wahrer Sexualität sei, kann Druck aufbauen und andere Formen der intimen Begegnung abwerten. Die Frage, die sich Paare stellen sollten, lautet: Was bedeutet Sex für uns, und wie möchten wir Sexualität in unserer Beziehung leben? Eine Auseinandersetzung mit diesen Themen kann zu mehr Zufriedenheit führen.

Scheinlösungen erkennen und echte Veränderung anstreben

Ratschläge wie das tägliche Ausüben von Sex, unabhängig von der Lust, können kurzfristige Verbesserungen erzielen, verdecken jedoch häufig tiefer liegende Beziehungsprobleme. Langfristige Änderungen benötigen Arbeit an der Beziehungsdynamik und an der Kommunikation.

Die Bedeutung von offener Kommunikation

Offene Gespräche über Wünsche, Ängste und Bedürfnisse sind fundamentale Komponenten einer gesunden Sexualbeziehung. Paarberatung kann dabei unterstützen, diese Gespräche zu führen und Glaubenssätze zu hinterfragen. So entsteht ein sicherer Raum, in dem sich beide Partner frei äußern und gemeinsam Wege finden können, ihre Sexualität bereichernd zu gestalten.

Alternativen zur Penetration entdecken

Vielerorts wird berichtet, dass Paare trotz eingeschränkter oder fehlender Penetration eine erfüllte Sexualität erleben. Dies zeigt, dass ein breites Spektrum sexueller Ausdrucksmöglichkeiten existiert. Indem Paare die Qualität ihrer intimen Begegnungen auch jenseits klassischer Vorstellungen neu bewerten, können sie individuell passende und erfüllende Formen der Sexualität finden.

Den eigenen Beziehungstyp hinterfragen

Stehen Partnerschaftsmodelle wie Monogamie oder polyamore Konzepte zur Debatte, ist es von Bedeutung, den eigenen Beziehungstyp zu reflektieren. Entsprechende Diskussionen und Entscheidungen sollten auf einem tiefen Verständnis der eigenen Bedürfnisse sowie auf gegenseitiger Zustimmung beruhen. Beratung kann hierbei unterstützend wirken, um sich klar und ehrlich mit den eigenen Wünschen und der passenden Beziehungsform auseinanderzusetzen.

Resümee

Letztlich ist jeder Schritt hin zu einer ehrlichen und bedürfnisorientierten Sexualität ein Schritt in Richtung eines zufriedeneren Beziehungslebens. Paarberatung und Therapie bieten Hilfestellungen und sind Wegweiser, die dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen. Es geht dabei um mehr als nur Sex – es geht um Intimität, Nähe und die tiefe Verbundenheit mit dem Partner, unabhängig von gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen.

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