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Rave or Mom mit Liza von Flodder Momrave

Liza von Flodder über das Kinderkriegen & Mutterschaft, die Veränderung, FOMO und Reue, jung Mutter zu werden

Liza von Flodder ist die Autorin von MOMRAVE, das von der jungen Neele handelt, die unverhofft in ihrem hedonistischen Lebensstil plötzlich schwanger wird. Liza bezieht vieles in dieser Geschichte aus ihrem eigenen Leben, denn sie wurde Mitte 20 schwanger – zu einer Zeit, wo Partynächte und Autonomie ihre höchste Priorität waren.

Wir sprechen in dieser Folge über die Mutterschaft, wie sich das Leben wirklich verändert und was ungeplant passiert. Ein ehrliches Gespräch über die dunklen Seiten, Zweifel, FOMO und über die Einsamkeit, die nicht so oft romantisiert werden, wie das Kinderkriegen selbst.

Mehr zu Liza und ihrem Buch: https://www.instagram.com/frau_von_flodder/

In dieser Sex-Podcast Folge spricht Jones mit der Autorin und Mutter Liza von Flodder. Ihr Buch „Momrave“ bietet eindrückliche Einblicke in die Realitäten des jung Mutterwerdens – eine Erfahrung, die tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen kann, die oft unterschätzt oder übersehen werden. Sie nimmt uns mit auf eine Reise, die sich ehrlich und offen mit den Herausforderungen des Elternseins auseinandersetzt, von der anfänglichen Freude und Aufregung bis hin zu den Schwierigkeiten, die mit dieser neuen Rolle einhergehen.

Im Gespräch mit Liza wird deutlich, dass eines der Hauptprobleme für viele Menschen in Bezug auf die Elternschaft der Verlust der Selbstbestimmung und Freiheit ist. Liza argumentiert, dass die Foren zur Elternschaft, insbesondere in den ersten Jahren, erhebliche Anpassungen und Kompromisse erfordern, die immense Auswirkungen auf die Lebenserfahrung und die Lebensqualität haben können. Sie spricht auch über die gesellschaftlichen Erwartungen und den sozialen Druck, Kinder zu bekommen – obwohl dies nicht unbedingt das ist, was jeder Einzelne für sich selbst will. #sex-workshop

 

Perspektiven auf Mutterschaft in der modernen Gesellschaft: Eine kritische Betrachtung

Das Streben nach dem Glück ist ein universelles menschliches Ziel. Für viele bedeutet dieses Streben die Gründung einer Familie und das Kinderkriegen. Doch ist dies wirklich unser Lebensziel? Ist es das, was uns am glücklichsten macht, einfach weil wir so erschaffen sind? Oder sind wir vielleicht auch Teil eines Systems, einer Gesellschaft, die uns dazu zwingt, uns auf bestimmte Weisen glücklich zu machen?

*Die Realität der Mutterschaft* wird oft idealisiert und damit auch die Herausforderungen und Komplexitäten, die damit einhergehen, verdeckt. Der Übergang vom Leben als unabhängige, freie Individuen zu den Elternrollen kann eine tiefgreifende Veränderung im Leben eines Menschen darstellen, die Herausforderungen mit sich bringt, die oft unterschätzt oder übersehen werden.

Eine solche Perspektive bietet die Autorin Liza von Flodder, die die autobiographischen Elemente ihrer Erfahrungen in den Mittelpunkt ihres Buches „Momrave“ stellt. Das Buch erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das Mitte 20 ist und plötzlich unerwartet schwanger wird. Sie beschäftigt sich intensiv mit den Herausforderungen und Konflikten, die sich aus dieser unerwarteten Veränderung ergeben.

Selbstbestimmung, Freiheit und individuelle Wahl

Einer der Hauptkonflikte, die vielen Menschen auf dem Weg zur Elternschaft begegnen, ist der Verlust der Selbstbestimmung und Freiheit. Laut Liza von Flodder erfordern die ersten Jahre der Elternschaft, insbesondere für Mütter, eine starke Beschneidung der Selbstbestimmung und Freiheit. Diese Veränderungen können erhebliche Auswirkungen auf die Lebenserfahrung und die Qualität des Lebens haben.

Darüber hinaus führt der soziale Druck und die gängigen Erwartungen in unserer Gesellschaft oft dazu, dass viele das Gefühl haben, sie müssten Kinder bekommen – obwohl sie das vielleicht gar nicht wollen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass jeder Mensch seine eigene Entscheidung trifft, ob er Kinder haben möchte oder nicht, basierend auf einer kritischen Auseinandersetzung mit dem, was Elternschaft tatsächlich bedeutet und nicht aufgrund von sozialem Druck oder Erwartungen.

Familiengründung und gesellschaftliche Erwartungen

Das Thema der Familiengründung und Kindererziehung ist stark in den sozialen und kulturellen Strukturen unserer Gesellschaft verankert. Obwohl es möglich ist, dass manche Menschen aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und ihrer persönlichen Perspektiven einen anderen Weg wählen möchten, kann es dennoch schwierig sein, gegen die gesellschaftlichen Erwartungen und Normen anzukommen.

Die Diskussion über das Thema Kinderwunsch und Familiengründung wirft auch Fragen über die Rolle der Frauen und der Mutterschaft in unserer Gesellschaft auf. Frauen, besonders diejenigen mit Uterus, stehen oft unter erheblichem Druck, Mutter zu werden, obwohl dies vielleicht nicht ihre persönliche Wahl oder ihr Wunsch ist.

Elternschaft und persönliche Identität

Die Erfahrungen der Elternschaft können auch erhebliche Auswirkungen auf die individuelle Identität einer Person haben. Dies kann besonders nachdrücklich für diejenigen sein, die eine drastische Veränderung ihres Lebensstils erfahren, wie zum Beispiel der Wechsel vom Partyleben zum Elterndasein.

Austausch und Unterstützung sind entscheidend für den Umgang mit den Herausforderungen der Elternschaft. Die Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen zu teilen und auf Ressourcen zuzugreifen, kann einen bedeutenden Unterschied machen. In dieser Hinsicht spielt die Schreibarbeit von Liza von Flodder eine wichtige Rolle, indem sie ehrliche und offene Gespräche über den Alltag und die Herausforderungen der Elternschaft ermöglicht.

Insgesamt ist es von höchster Bedeutung, ehrliche und offene Gespräche über die Elternschaft und die damit verbundenen Herausforderungen zu führen. Es ist nicht nur wichtig, die Freuden und Erfolge zu feiern, sondern auch die Schwierigkeiten und Kämpfe anzuerkennen und zu diskutieren. Denn während die Elternschaft für viele eine erfüllende und bereichernde Erfahrung sein kann, kann sie auch Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich bringen, die oft übersehen oder marginalisiert werden.

Grenzen des Persönlichen und des Privaten in Sozialen Medien

Die sozialen Medien bieten eine wichtige Plattform, um Erfahrungen und Herausforderungen rund um die Elternschaft auszutauschen. Liza von Flodder nutzt beispielsweise Instagram, um ihre Erfahrungen als Mutter zu teilen und ihre Texte zu veröffentlichen. Sie betont die Wichtigkeit, sich mit anderen Müttern und Vätern sowohl online als auch offline auszutauschen, um sich weniger alleine mit den Herausforderungen der Elternschaft zu fühlen.

Anpassungsprozesse und die Rolle des sozialen Umfelds

Die Elternschaft bringt fundamentale Veränderungen mit sich – sowohl auf individueller als auch auf Beziehungsebene. Lizas Beziehung zu ihrem Partner veränderte sich beispielsweise: Von Mitbewohnern wurden sie zu einem Paar und schließlich zu Eltern innerhalb kurzer Zeit. Die Unterstützung und Akzeptanz ihres sozialen Umfeldes – ihr Mitbewohnerinnen und Freunde – spielte eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser rapiden Veränderungen. Sie hebt die Bedeutung eines unterstützenden Netzwerks hervor, um die Herausforderungen der Elternschaft zu bewältigen.

Freundschaften pflegen und Freizeitgestaltung

Die Vereinbarkeit von Elternschaft mit dem eigenen Sozialleben kann sich als herausfordernd erweisen. Das Finden von Babysittern oder verlässlichen Freunden und Familienmitgliedern, die bereit sind, auf die Kinder aufzupassen, ist eine wichtige Komponente, um auch weiterhin Freundschaften pflegen zu können und Zeit außerhalb der Elternrolle zu verbringen.

Umgang mit gesellschaftlichen Meinungen und Normen

In unserer Gesellschaft gibt es eine weit verbreitete Erwartungshaltung, dass Elternschaft das „Endziel“ einer Beziehung ist und das Glück einer Person maßgeblich bestimmt. Liza von Flodder betont jedoch, dass es durchaus legitim ist, dies in Frage zu stellen und zu überlegen, ob Kinderkriegen wirklich dem eigenen Lebensglück dient oder eher eine gesellschaftlich auferlegte Norm ist. Sie zeigt auf, dass es möglich ist, ein erfülltes Leben zu führen, auch wenn man sich gegen die gesellschaftliche Norm entscheidet oder diese infrage stellt.

Anerkennung der individuellen Erfahrungen und Bedürfnisse

Jede Elternschaftserfahrung ist einzigartig und individuell. Es gibt kein „Einheitsrezept“ für eine glückliche Familie oder eine befriedigende Elternschaft. Von Flodder betont die Wichtigkeit der Selbstwahrnehmung und des Eingeständnisses, dass Ratschläge oder Normen, die nicht zu den eigenen Bedürfnissen, Werten oder der individuellen Situation passen, ignoriert werden sollten. Sie ermutigt zukünftige Mütter und Väter, auf ihre eigenen Gefühle zu hören und individuelle Entscheidungen zu treffen.

Das Schreiben als Ausdruck und Austauschmedium

Liza von Flodder betont die therapeutische Wirkung des Schreibens als eine Möglichkeit, einzelne Momente und Erfahrungen festzuhalten und zu reflektieren. Sie rät allen werdenden Eltern, ihre Gedanken und Erfahrungen niederzuschreiben, unabhängig davon, ob dies öffentlich geteilt wird oder nicht. Durch das Bewahren dieser persönlichen Erfahrungen und Emotionen können zukünftige Eltern einen persönlichen und authentischen Blick auf das sein, was auf sie zukommt – jenseits von idealisierten oder gesellschaftlichen Bildern der Elternschaft.

 

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